Vertriebsprofi Oliver Betz in seinem Element – mit einem Versandkarton verkaufter quint-it-Profile. Foto: Jörg Schmitz

Vertriebsprofi Oliver Betz in seinem Element – mit einem Versandkarton verkaufter quint-it-Profile.
Foto: Jörg Schmitz

»Ein frisches Grau im Büro«

Jörg Schmitz im Gespräch mit Kooperationspartner Oliver Betz, Geschäftsführer quint it Deutschland

 

Jörg Schmitz: Lieber Oliver Betz, über das Glastrennwandsystem quint-it ist zu lesen, "es vermittele Sachlichkeit und Understatement durch Profile in anthrazit-grey." Das klingt irgendwie nicht gerade nach "Kunst am Bau"...
Oliver Betz: Das war auch nicht unser Ziel. quint-it Raumsysteme soll Werkzeug von Architekten und Innenarchitekten bei der Arbeit mit Glas und Raumakustik sein. Die Entscheidung für unser „antracite grey“ entstand aus der Idee, den Raum erkennbar zu strukturieren und in unterschiedliche Bereiche zu gliedern. Das frische Grau kann dann gleichzeitig Rahmen und Raum für Kunst und Gestaltung sein. Die durchgehende Farbe und Struktur der Oberfläche bei allen Teilen reduziert die Ablenkung, konzentriert sich auf das Wesentliche.


Schmitz: Vor Jahren zusammengeführt hat uns, dass ich Glastrennwände als Sichtschutz-Flächen zur künstlerischen Gestaltung nutze. Wie ist Deine Meinung zu den wahrscheinlich hunderttausenden laufenden Kilometern an Glasfäche in deutschen Büros?
Betz: Leider wird häufig schlichtweg die Chance verpasst, Mehrwert durch Individualisierung und dadurch Identifikation zu schaffen. Das Spiel, durch Transparenz und Transluzenz Räume für Rückzug und Kommunikation zu gestalten, können wenige. Wenn ich so drüber nachdenke, Du kannst es.

»Menschen gönnen sich privat immer häufiger Statussymbole aus den Bereichen Architektur, Design und Kunst.«


Schmitz: Durch Deine Projektarbeit bekommst Du zahlreiche Einblicke in Arbeitswelten. Was hat sich Deiner Meinung nach in den deutschen Büros der letzten 10 Jahre verändert? Und: wohin geht die Reise?
Betz: Ich glaube, der Anspruch an Qualität steigt. Sicher wird es weiterhin klassische „Legebatterien“ geben, aber selbst dort sind Orte für Konzentration und Kommunikation mit besserer Gestaltungsqualität gefragt. Menschen gönnen sich privat immer häufiger Statussymbole aus den Bereichen Architektur, Design und Kunst. Sie identifizieren sich über diese Werte und erwarten das auch von Ihrer Umgebung – ob das dann der Arbeitsplatz, die Arztpraxis oder irgend ein öffentlicher Raum ist. Man geht dorthin, wo diese Werte vorhanden sind und gelebt werden.

Ein Raum ist ein Raum ist ein Raum – Glas schafft Transparenz, erfordert jedoch sensible Raumplanung

Ein Raum ist ein Raum ist ein Raum – Glas schafft Transparenz, erfordert jedoch sensible Raumplanung

ÜBER OLIVER BETZ Nach 15 Jahren bei namhaften Büromöbelherstellern und Objekteinrichtern machte sich Oliver Betz, der 1969 in Germersheim geboren wurde, wurde mit der Marke quint it selbstständig. In seiner Freizeit segelt der 2,08 m grosse kommunikative Vertriebsprofi gern und findet seinen Ausgleich, indem er sich den Wind von Nord- und Ostsee um die Nase wehen lässt – oder einfach den Rhein bei Mainz befährt. Mehr Infos zu quint it.